Amateurfilm - Kino Nassau zeigt...

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Foto von AWO Nassauer LandCC BY
Familienfreundlich

Beschreibung

Urmel aus dem Eis - Wie auf der Südseeinsel Titiwu die Tiere das Sprechen lernen

gespielt vom Amateurtheater „Die Oase“ in Montabaur

aufgezeichnet von Amateur-Filmclub Montabaur 1998

Eintritt ist frei

Wie im Buch lehrt der aus seiner Heimat geflohene Professor Tibatong auf der einsamen Südseeinsel Titiwu die Tiere das Sprechen. Dazu zählen der Waran Wawa, der Pinguin Ping, der Schuhschnabel Schusch, das Schwein Wutz und der See-Elefant Seelefant. Außerdem lebt dort auch der Waisenjunge Tim. Eines Tages strandet auf der Insel Titiwu ein Ei, das man ausbrütet. Es schlüpft ein Urmel, das somit die Theorie des Professors beweist, derentwegen er aus seiner Heimat Pumpolonien verbannt wurde. Max Kruse, der Autor dieses Stücks, geb. 19.11.1921, gest. 04.09.2015, Sohn des Bildhauers Max Kruse und der Puppenkünstlerin Käthe Kruse, war deutscher Schriftsteller und Kinderbuchautor. Aus seiner Feder stammt das Kinderbuch „Urmel“, das 1998 von dem Amateurtheater „Die Oase“ im Rahmen ihres Kindertheater-Programms gespielt wurde. Rainer Mies schrieb die Musikstücke zu diesem Kindertheaterstück. Er gründete vor 50 Jahren mit drei weiteren Musikern die Kulturband „Vagabunden“ in Montabaur.

„Filme machen“ ist ein Hobby mit unendlicher Themenbreite, mit unendlichem Spielraum für Kreativität und Phantasie. 1961 gründeten fünf junge Männer mit den Namenskürzeln mo ro sa wi ba eine Vereinigung, aus der der heutige Filmclub Montabaur entstanden ist. Ein Computer zur Bearbeitung des Materials ist für jeden heute zugänglich. Handys liefern heute schärfere Filmsequenzen als mancher Super 8-, VHS- oder DV-Film der Vergangenheit. Wozu braucht man da noch einen Club? Das liegt am Ehrgeiz seiner Mitglieder. „Wir mögen keine wackel-, zappel-, zoom- oder schwenkbeladenen Szenen, wild aneinander gereihte Aufnahmen – bar jeder Filmlogik.“ Unsere Filme sind immer seriös. In unseren Filmen ergänzen sich Bildinhalt, Kommentar, Originalatmosphäre und Musik, um den Gesamteindruck zu optimieren. Das ist komplex und erfordert den ständigen Dialog der Club-Mitglieder. „Unsere Hauptaufgabe ist es, kulturelle Ereignisse unserer Heimatstadt Montabaur und deren Umgebung in Bild und Ton zu dokumentieren und sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.“ Auf Grund dieser Aufgabenstellung war es auch möglich, Theateraufführungen des Amateurtheaters in Montabaur aufzuzeichnen, um diese als Film für die Nachwelt zu erhalten.

Das Amateurtheater „Die Oase“ in Montabaur bereichert seit über 50 Jahren mit Kreativität und Leidenschaft das kulturelle Leben in der Region. Die „Oasianer“, das ist ein Team engagierter Theaterfreunde, die mit Kreativität und Herzblut bei der Sache sind, ganz unabhängig von ihrem privaten oder beruflichen Hintergrund. Die Oase wurde am 12. Januar 1965 in der Gaststätte Wehler in Dernbach gegründet. Das Amateurtheater „die Oase“ in Montabaur entwickelte sich im Jahre 1965 aus der Kreisjugendspielschar. Ziel der Gruppe waren Aufführungen von modernen Schauspielen im gesamten Kreisgebiet. Nach der damals sehr renommierten Amateurtheatergruppe „Die Karawane“ aus Düsseldorf wählte die Spielschar den Namen „die oase“. Die Karawanen des Westerwaldes (damals gab es keine andere Laienspielgruppe im Westerwald) sollten zur einzigen Wasserstelle, zur Oase, dem Brunnen des Amateurtheaters, hinziehen. In den folgenden Jahren baute „Die Oase“ sich mit ansprechenden Inszenierungen ein Stammpublikum auf. Gastspiele in England und Frankreich und Freilichttheater-Aufführungen im Schlosshof von Montabaur waren Höhepunkte dieser Zeit. Im mit „Stepping out“ von Richard Harris konnte das neue Theater eröffnet werden, nachdem die alte Theaterscheune wegen der ICE-Strecke weichen musste. Das auf die Bedürfnisse eines Amateurtheaters passgenau erstellte Gebäude ist seit seiner Entstehung die Grundlage für eine gute kontinuierliche sowie erfolgreiche Bühnenarbeit.

Fotos: F.Büssow; Text: F.Büssow, P.Dick, Die Oase

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Samstag, 07 November 2026
14:00 - 14:15
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